Moliets-et-Maa, Regenerate Mind 3

Fahrt nach Moliets-et-Maa

Was für ein Tag – Dieser Tag hatte es in sich, aber so richtig! Um 8:39 Uhr losgefahren in Lyon, auf der Suche nach einer Tankstelle. Die Tankanzeige blinkte vor sich hin. Mitten im Kreisverkehr, in der schieflage – Kraftstoff verlust! Zum Glück war ich auf diesen Moment vorbereitet. Im Kreisel ein Rot-Signal, meine Nerven. Nach dem ich es aus dem Kreisel schaffte, fuhr ich Rechts an den Rand, um einer meiner zwei 1 1/2L Reserve einzufüllen. Geschaft – An der Tankstelle füllte ich alles wieder auf. Nun konnte die lange Fahrt nach Moliets-et-Maa beginnen

Start: 08:39 Uhr, am Ziel: 19:06 Uhr, Länge: 792,7 km, Tanken: 4x

Von der Tanke direkt auf die Mautstrasse. Mir war klar, dieser Tag wird nicht einfach, eher trivial und rasant. Um so schöner die Landschaft um mich herum.

Die Autobahnen breit gebaut, sicherer Bodenbelag, wenig Verkehr mit stetiger weitsicht.

Man muss sich das so Vorstellen, von einer Mautstelle zur anderen, Gas auf bis zum Anschlag und nie mehr los lassen.

Man konnte förmlich spüren, wie die Tank-Anzeige runter ging. Mit diesem hohen Tank-Verbrauch hatte ich nicht gerechnet. So landete ich schnell wider mit blinkender Anzeige an der Tanke und legte noch eine Pause ein.

Soeben ist mir aufgefallen, dass die Taschenlampe nicht mehr dort ist, wo sie sein sollte. Die ist weg…

Ich wusste, dieser Tag wird genau so weitergehen.

Weiter auf die Moutstrasse, Musik rein, Hebel zum Anschlag auf und durch. Hoffen, dass die nächste Tanke in Reichweite steht – ist sie nicht!

Ich suchte am Navi die nächst gelegene Tankstelle und musste dafür ab der Bahn. Mir egal, ich muss Tanken. Das komische Gefühl wider da, Industie-Gebiet. Viele LKWs und keine Autos…

Genau so war es – Eine Tanke nur mit Diesel, witzige siiech! Die Anzeige beginnt wieder zu Blinken! Das macht mich Nervös!! Sind übrigens ca. 7,5km die dann noch gehen, jeh nach Schräglage :) Die nächste Tankmöglichkeit – 7min.

Okey, sollte passen – und wenn auch, habe ja Reserve dabei. Freude herscht! In diesem moment stieg das Navi aus?! Nein! Der Akku war voll – Natel defekt, keine Funktion mehr…

Zum Glück habe ich vor der Abfahrt noch ein paar Google-Maps daten auf mein Haupt-Natel offline geladen.

Ich erreichte die Tankstelle ohne Zusatz-Reserve. Meine Karte funktionierte nicht.

Oh ja, ich hatte einen Lauf herbei geschworen. Vor lauter Anspannung bemerkte ich die getarnte, kleine hütte nicht, in dem sogar noch jemand sitzte – Was die wohl dachte. Ich konnte Tanken und danach Zahlen. Am Morgen war dies andersrum. Na gut, nach dem Bezahlen fuhr ich direkt rechts an den Rand, um das defekte Natel inkl. Ladekabel zu ersetzen.

Zum weiteren Glück, hatte ich noch einen Streifen Klett mitgenommen, welches ich dann an das andere Natel kleben konnte. Wäre unvorstellbar nervig gewesen, hätte ich mit einer Hand weiter fahren müssen.

Da philosophierte ich die Lebens-Regel:

Es gibt keine Probleme auf dieser Welt, nur Herausforderungen die man mit seinem besten Wissen meistern muss. Auch wen Du versagst und eine Herausforderung zu einem Problem wird, dann nicht weil Du versagt hast, sondern weil Du es zu diesem Zeitpunkt noch nicht besser wusstest, oder bedenkt hast.

Du glaubsch ned, i dem moment han ich dr Töff-Schlüssel im Helmfach iigsperrt!! OMG, was für en Holzmichel! Ich musste, ich wollte, ich könntee, aah!!

Im nächsten moment errinnerte ich mich daran, dass ich den Reserve-Schlüssel hinten in den Lüftungsschlitz der Jacke einmontiert habe – Ich fühlte mich soeben wie der Master der Master, der Meister der dinge :D so schlimm…

Das Leben und die Fahrt ging weiter. Da ich nun viel Zeit verlohr, ab auf die Mout, Gas auf – Kopf runter.

Über 100km im schnell Modus. Ich bemerkte wie mir auf dieser Strecke ein grauer Audi A5 dauernd folgte, dachte mir aber nichts dabei. Die Zeit kam, als dieser neben mich fuhr, mir seine Kamera auf die Beifahrer-Seite hielt, um anzudeuten – Ich habe alles auf Band! Er schien aufgeregt und Nervös auf mich, ich konnte seine Hand-Zeichen nicht deuten. Ich reduzierte das Tempo und rechnete mit dem schlimmsten…

Er fuhr vor mir weiter und ich begann zu überlegen. 1 Mann, 1 Auto, 1 Kamera. Als er mir die Kamera zeigte, fuhr dieser beinahe in die Leitplanke. Er blinkte nicht beim Spurwechsel. Das kann keiner als Zivil sein! Ich fuhr neben Ihn, um mich zu vergewissern. Da wider die Kamera und dieses mal konnte ich Ihn besser sehen.

1h vom Ziel entfernt…

Tatsächlich war es so, der Audi-Fahrer hatte einfach eine ungehäuere freude am T’Max Roller und den Überholmanöver. So en Globi. Für mich aber auch ein Zeichen, wider normal zu Fahren, denn ich musste sowiso wider runter von der Bahn um zu Tanken.

Nebst einem Deja-vu der selben Situation mit der Diesel-Tankstelle, inkl. nachfüllen der eigenen Reserve – Habe ich es dann nun doch noch geschaft.

Am Ocean…

Rechtzeitig zum Sonnen-Untergang.

Was für ein Tag – Die nächsten vier Nächte werde ich hier verweilen.

Ich freue mich auf das, was kommt…

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